Im Sattel durch den Schwarzwald

31.10.2014

Im Sattel durch den Schwarzwald

„Erst die Ferne lehrt uns, was wir an der Heimat besitzen“ (Theodor Fontane). Auch ich gebe gerne zu, dass ich ein Regionalpatriot bin- Und das von ganzem Herzen! Okay, ich reise gerne in ferne Länder, aber am liebsten mache ich Urlaub in der Heimat. Draussen ist nämlich überall, auch vor der eigenen Haustüre. Und wo könnte es schöner sein als in „meinem“ Schwarzwald!?

Bekanntlich ist der Schwarzwald ja das „Zentralmassiv deutscher Sehnsüchte“ (Johannes Schweigle in Westwegs). Wir haben jetzt etwas ganz tolles gemacht: wir haben dieses höchste Mittelgebirge Deutschlands mit den Mountainbikes auf dem Westweg von Nord nach Süd durchquert. Das ist eigentlich ein Wanderweg. Genauer DER Fernwanderweg durch den Schwarzwald schlechthin. Sogar der älteste und längste Fernwanderweg Deutschlands. Für uns war das eine bunte Mischung aus Tradition, Heimatgefühlen und modernem Reisen im Sattel.Torten in Dosen und sexy Kuckucksuhren

Wie wir erlebt haben, werden die Insignien des mythenhaften Schwarzwaldes zunehmend moderner interpretiert. So begegnete uns die Schwarzwälder Kirschtorte in der Dose und in der urigen Wirtsstube hängt herzerfrischend, skurril und sexy eine neonfarbene Kuckucksuhr.

In Zahlen führte uns der 285 km lange Fernwanderweg über rund 10.000 hm auf Trails, Forstwege und durch abwechslungsreiche Landschaften. Sanfte Anhöhen und Kulturlandschaften, Hochmoore, schroff zerklüftete und wildromantische Täler sowie die höchsten Gipfel in Südwestdeutschland. Das stellt nicht nur hohe Ansprüche an die Kondition (wir sind als geborene Wäldler natürlich totale Ausdauerkanonen), sondern ganz schön hohe Ansprüche an die Kleidung: die muss ja leicht sein, atmungsaktiv und noch wasserdicht, da wir doch ein wenig geschwitzt haben, es in der Höhe kalt wurde, und beim Runterfahren hat es auch noch angefangen zu Regen.Schnaps und frische Milch am Wegesrand

Jedenfalls sind uns nicht nur die Landschaften, besonders aber die Begegnungen mit den wurzeligen Schwarzwäldern nachhaltig und erlebnisstark in Erinnerungen geblieben. Beispielsweise Alex, der ungekrönte Westwegkönig, der zum 25. Mal den Westweg wanderte. Er feiert jede seiner Überstunden auf dem Westweg ab. Oder Matze Burger, der den Schwarzwald besser kennt als seine Westentasche und mit einer selbstgebauten Schnapsbar mitten im Wald den Fernwanderer überrascht. Der Gummelehof wartet mit einer Selbstbedienungs-Milchbar auf, bei der sich die Westwegbegeher in der Milchküche des alten Bauernhofes gegen einen Unkostenbeitrag mit ungefilterter Milch stärken können. Und wer einen schweren Rucksack nicht scheut und rückstandslos im Wald biwakieren möchte, für den stehen etliche Unterstände und Schutzhütten bereit.

Unserer Meinung nach ist die beste Möglichkeit den Schwarzwald in seiner Gesamtheit zu erfassen westwegs. Vielleicht der schönste grüne Weg Deutschlands.

Olav Schmitt

Olav Schmitt

„Hauptsache draussen!“

Nicht nur in der Freizeit auf dem Rad, beim Klettern und Bouldern, beim Langlaufen oder auf Skitour, sondern auch bei der Arbeit ist Olav meist draussen: als Ausbilder, Klettertrainer und Erlebnispädagoge. Da sind die Tage am Schreibtisch der TU-München eine willkommene Abwechslung.

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