Der Geist der Wildnis

01.12.2014

Der Geist der Wildnis

Wir, mein Freund Ryan und ich, gehören zu den Glücklichen, die eines der letzten unberührten Naturparadiese der Vereinigten Staaten direkt vor der Haustür haben: die Indian Peaks. Als mein 68-jähriger Onkel Pepe mit uns eine Herbsttour machen wollte, lud ich ihn ein, mit uns diese wunderschöne Gegend zu erkunden. Mein Bruder Zach aus Arizona gesellte sich ebenfalls dazu.

Am Tag unserer geplanten Abreise hätte das Wetter nicht schlechter sein können: dichter Nebel und kühler Nieselregen. Und das in einem Bundesstaat mit mehr als 300 Sonnentagen! Unsicher, wie es um die Motivation unserer Gruppe steht, kam ich am morgen die Treppe herunter. Unten sass mein Onkel bereits in voller Wandermontur mit geschnürten Stiefeln. Ein Teil von mir wollte am liebsten zurück ins Bett kriechen, doch Pepes Enthusiasmus war zu ansteckend.

Überraschung am Startpunkt

Es folgten Frühstück, Material-Checks und ein Gruppenfoto im Regen, um unsere Entschlossenheit zu dokumentieren. Dann stapelten wir uns für die kurze Fahrt zu unserem Ausgangspunkt in meinem Auto. Auf den letzten 100 Metern änderte sich plötzlich das Wetter – vor uns lag nichts als blauer Himmel. So waren wir alle hochmotiviert, als wir unsere Rucksäcke aufsetzten und mit dem Aufstieg begannen.

Onkel Pepe geht baden

Alles verlief prima bis zu unserer ersten grösseren Flussüberquerung. Onkel Pepe überschätzte seine Trittsicherheit und wagte den Sprung zum anderen Ufer. Natürlich hatte er Pech und landete im Fluss, wo er liegen bleiben musste bis wir ihn rauszogen. Die nasse Kleidung zu wechseln war einfach, doch sein verletztes Ego brauchte einige Zeit zur Erholung. Die Höhe, die geplante Strecke und die holprigen Wege durch die Wildnis bescherten uns einen harten ersten Tag. Ich kann mir kaum vorstellen, wie anstrengend das erst mit 68 Jahren sein muss. Doch wir erreichten bald unser erstes, spektakulär gelegenes Nachtlager. Pepe wärmte sich am Feuer auf, während Ryan und Zach ein paar Forellen zum Abendessen angelten.

Das breiteste Grinsen

Bei unserem viertägigen Rundweg überwanden wir mehr als 1200 Höhenmeter. Immer wieder belohnten uns atemberaubende Ausblicke für den Aufstieg. Pepe wurde mit jedem Pass sicherer und unsere Rucksäcke mit jedem Essen leichter. Der letzte und höchste Pass führte uns bis auf 3825 Meter. Ryan und Zach liefen vor. Ich blieb weiter hinten bei Pepe. Schritt für Schritt erreichte ich mit meinem Onkel den Gipfel. Wir alle fühlten uns grossartig, doch Pepes Grinsen war das breiteste.

Lust auf mehr

Oft überlagern die guten Erinnerungen alle Anstrengungen und Schmerzen. So schrieb uns Onkel Pepe bereits zwei Wochen nach Ende unserer Tour von den nächsten Tourplänen. Bis dahin werde ich weiter meinen „Vorgarten“ erkunden. Draussen ist überall – besonders hier in Colorado.

Abrie Brutsche

Abrie Brutsche

„Draussen zu sein beruhigt mich, gibt mir Energie und hebt die Laune.“

Abrie ist zu Hause in den Bergen von Colorado – ob kletternd, mit dem Mountainbike oder auf Skiern. Trotz Krankenschwester-Ausbildung: Zeit zum Draussensein, Kochen, für Familie und Hund bleibt immer. Mit Jack Wolfskin war sie u. a. in Island und Südafrika.

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