Indian Summer in den Dolomiten | #1

05.12.2014

Indian Summer in den Dolomiten | #1

Der Sommer ist vorbei und die letzten Führungen im Herbst sind abgeschlossen. Was tun zwei Bergführer bei traumhaftem Herbstwetter, wenn sie frei haben? Genau, sie gehen bergsteigen! Die Arbeit ist für uns auch genauso Hobby und das geniessen wir sehr.

Ein stabiles Hoch liegt über den Alpen, im Süden war der erste Schneefall im Oktober nicht so heftig wie im Norden, so warten ein paar Tage Berggenuss in den Dolomiten auf uns. Wir starten am Nachmittag von Innsbruck aus in Richtung Sella, Marmolada und Civetta. Der Klettersteig auf die Civetta steht als Aufwärmtour für die nächsten Tage auf dem Plan. Knapp 2.000 Höhenmeter vom Tal aus auf einen der schönsten Aussichtsgipfel der Dolomiten liegen vor uns.

Auftakt am Klettersteig

Wir biwakieren neben dem Auto auf dem Parkplatz, köcheln Risotto mit Speck und Zwiebeln und machen es uns in unseren Schlafsäcken gemütlich. Mit vollem Bauch und einem Schluck Wein schläft es sich unter Tausenden von Sternen noch angenehmer und unsere Ausrüstung hält uns auch bei -5 °C behaglich warm. Am nächsten Morgen starten wir bei Sonnenaufgang den Zustieg zum Klettersteig. Die umliegenden Dolomitengipfel strahlen im Morgenrot. Der Klettersteig auf die Civetta ist lang, aber technisch nicht besonders schwer. So stehen wir bald bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel auf dem Gipfel. Das Panorama ist atemberaubend. Vor uns erstrecken sich fast die gesamten Ostalpen: von den Dolomiten bis zum Grossglockner reicht die Fernsicht. Nichtsdestotrotz müssen wir nach einer ausgiebigen Gipfelrast wieder absteigen. Ins Tal geht es über den Normalweg vorbei am Rifugio Torrani. Eis und Schnee auf den schattigen Platten machen den Abstieg spannender als erwartet, doch auch das meistern wir und stehen nach einiger Zeit müde, aber mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht wieder am Parkplatz im Tal, bereit für weitere Abenteuer in den Dolomiten.

Majestätische Ablenkung

Unser nächster Stützpunkt ist das Sellajoch im Grödnertal. Eine schöne alpine Klettertour auf den ersten und zweiten Sellaturm ist geplant. Schon am Einstieg am nächsten Tag ist das Panorama wieder unglaublich. Marmolada, Langkofel, Piz Boè, strahlend blauer Himmel und golden verfärbte Lärchen lenken den Blick von der Kletterroute ab. Sogar ein paar Edelweisse blühen noch in der Herbstsonne. Wir müssen uns konzentrieren, damit beim Klettern nicht der Blick zu oft in die Ferne schweift. Auf dem ersten Turm können wir aber dann das Panorama richtig geniessen. Noch liegt der zweite Sellaturm vor uns und nach etwas mehr als einer Stunde stehen wir auch dort oben. Der Abstieg erfolgt auch hier wieder über den Normalweg. Wir gönnen uns ein Zimmer in Corvara und stärken uns mit einer Pizza, denn der Höhepunkt unserer Tour steht uns noch bevor.

Lukas Rinnhofer

Lukas Rinnhofer

„Mein Ziel ist es, den Menschen die Schönheit der Natur zu vermitteln und Begeisterung für die Vielfalt, die uns umgibt, zu wecken.“

Seine Wohnung ist nur Schlafplatz und Materiallager. Als Biologe, Naturpark-Ranger und Bergführer arbeitet Lukas fast jeden Tag draussen. Seine Freizeit verbringt er in den Bergen, auf Ski oder dem Rad.

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