Die Eroberung des Elbrus – Teil 1

27.01.2015

Die Eroberung des Elbrus – Teil 1

Der Elbrus im Kaukasus ist mit 5642 Hm der höchste Berg Russlands. Als Skitour ist der erloschene Vulkan allein schon ein Erlebnis für sich, denn herausfordernd und abenteuerlich wirken die ideal geneigten Hänge und der Schnee in Hülle und Fülle. Doch unser Ziel war kein geringeres, als die Erreichung des Gipfels.

Die Reise beginnt

Samstag: Ich traf mich mit meinen Mitstreitern am Münchener Flughafen. Gemeinsam flogen wir weiter über Moskau nach Mineralnyje Vody, wo uns Viktor, unser „Mann vor Ort“ bei nicht gerade berauschendem Wetter in Empfang nahm. Das „Wetter“ sollte noch eine grosse Rolle spielen bei diesem Projekt – aber für heute hiess es zunächst einmal „Ankommen“.

Sonntag: Nach einem ausgiebigen Frühstück trafen wir unseren Guide Ismail, der uns beim Aufstieg und vor allem bei der Verständigung und möglichen Kontrollen durch die Armee oder Polizei behilflich sein sollte. Zusammen fuhren wir mit der Bahn zur Mittelstation auf 3000 Hm. Dort bewunderten wir den unglaublichen Blick über die Gipfel des Kaukasus und den herausstechenden Elbrus.

Vorbereitung im Sturm

Montag: Das Wetter war an diesem Morgen mies und an einen Aufstieg bis zum Gipfel nicht zu denken. Wir entschieden uns daher bis zur Diesel Hut-Hütte auf 4060 Hm aufzusteigen. Das nasskalte Wetter entwickelte sich beim Aufstieg zu einem Sturm, der uns zusammen mit schlechter Sicht beim gesamten Aufstieg begleitete. An der Hütte angekommen, fanden wir ausreichend Schutz vor den widrigen Wetterverhältnissen – an einen weiteren Aufstieg war bei diesem Wetter wahrlich nicht zu denken. Daher führte ich die Gruppe langsam und im Blindflug auf Tourenskiern wieder runter Richtung Bergstation.

Wieder im Tal angekommen schmiedeten wir einen groben Plan für die kommenden Tage und entschieden uns, am nächsten Tag einen Anstieg zum Basecamp auf 3850 Hm zu wagen.

Dienstag: Dieser Tag begann mit leckerem Kuchen, Regen und schlechter Sicht. Wir packten alles und schleppten die Ausrüstung und Verpflegung für die nächsten vier Tage zur Seilbahn und fuhren hinauf auf 3470 Hm. Dort wurde alles auf eine Pistenraupe umgeladen, die unsere Sachen zum Basecamp brachte.

Gemeinsam mit einer 15-köpfigen Gruppe aus Innsbruck zogen wir nun in Richtung des Camps. Die Sicht war so schlecht, dass wir nur mit Mühe die blauen Container der Station Camps erreichten. Erleichtert und ausreichend gestärkt, richteten wir uns gemütlich ein und hofften auf besseres Wetter für die kommenden Tage.

Die Vorfreude kehrt zurück

Mittwoch: Erneut begann der Tag stürmisch und mit schlechter Sicht, doch die Wettermeldung, dass es ab dem nächsten Tag besser werden sollte, liess uns hoffen. Wir beschlossen daher bis zu den Pastukhova Rocks auf 4690 Hm aufzusteigen. Das Wetter war ungemütlich, doch wir schafften 200 Hm pro Stunde. Nach vier anstrengenden Stunden hatten wir unser Ziel erreicht.Am Abend riss es endlich auf und wir sahen den Elbrus in seiner ganzen Schönheit!

Die Kameras waren im Dauereinsatz und unsere Stimmung stieg und stieg. Der Wetterbericht schien Recht zu behalten. Nach kurzem Beraten mit der Gruppe sowie den Innsbrucker Bergsteigern beschlossen wir, am Freitag den Gipfel zu probieren.

Wolfgang Schupfer

Wolfgang Schupfer

„Sich ab und zu auf sich selbst zu besinnen bringt neue Kraft und innere Stärke.“

Als Bergführer für die Alpinschule Innsbruck (ASI) verbindet Wolfi das Schöne mit dem Nützlichen. Auf hochalpinen Wanderungen zeigt er seinen Gästen die reizvolle Bergwelt der Alpen. Seine Leidenschaft: die heimatlichen Berge der Hohen Tauern.

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