Jahresauftakt am Baldy Knoll

26.02.2015

Jahresauftakt am Baldy Knoll

Ryan schob sein Splitboard über die Kante und verschwand mit einem ersten weiten Schwung in einer Wolke aus weissem Nebel. Schon lange aus unserem Blickfeld verschwunden, hörten wir noch immer seine Jubelschreie.

Wenig später meldet Ryan sich atemlos am Funkgerät: “Es ist grossartig! Bleib links von meiner Line. Da ist es perfekt.” Ein letzter Check: Stiefel sind fest geschnürt, Auslöser für den Lawinen-Airbag ist griffbereit, Brille sitzt, Reissverschlüsse sind zu. Dann stürze ich mich in die tiefste schneereichste Abfahrt meines Lebens. Der Schnee mischt sich mit meiner Atemluft und weht mir dabei um die Ohren.

3 Eine Jurte im pinken Schnee

Ryan, drei Freunde und ich hatten beschlossen, mit vier Tagen voller Skitouren und-abfahrten in den Tetons, einer Bergkette am Rand der Rocky Mountains, ins neue Jahr zu starten. Am Neujahrsmorgen bereuten wir mit brummenden Schädeln jeden Drink der Silvesternacht, trotzdem schulterten wir die schweren Rucksäcke und stiegen auf die Tourenski.

Unser Ziel, die Baldy Knoll Yurt, ist eine Berghütte in Form einer Jurte und bietet einen spektakulären Ausblick über die “Spielwiese” der Tetons.

Nach dreieinhalb Stunden Aufstieg liessen wir unendlich erleichtert die Rucksäcke auf die Stockbetten der Jurte fallen. Anschliessend ein kurzer Imbiss, dann ein paar kurze Abfahrten im „Backyard Bowl“. Erst als der Schnee von der untergehenden Sonne pink schimmerte, stiegen wir zurück zur Jurte.

Viel Flausch im „Pleasure-a-bowl“

Am zweiten Tag gingen wir eine grosse Tour zur Südseite eines Gipfels, der aufgrund seiner Höhe (10.024 Fuss oder ca. 3.000 m) „1024“ genannt wird. Dann ging es an einen Hang mit perfekt „platzierten“ Bäumen, und über eine sanfte Abfahrt zurück zur Hütte. Wieder einmal glühten die Berge rundum im Licht der untergehenden Sonne.

Tag 3 schenkte uns fast 30 cm Neuschnee aus leichten, winzigen Flocken. Doch leider kam ein Sturm auf, die Sicht war begrenzt: So entschieden wir, näher an der Jurte zu bleiben als geplant. Dabei entdeckten wir ein Areal, das wir „Pleasure-a-bowl“ nannten. Bei jeder Abfahrt wurde der Schnee tiefer und flauschiger.

Tiefer Schnee, breites Grinsen

Am letzten Tag blies der Wind noch stärker und der Schnee war sehr fest. Das bedeutet auch grössere Lawinengefahr. Deshalb entschieden wir uns, bei den Bäumen des „Strawberry Shortcake“ zu bleiben.

Wir kamen in den Genuss der besten „Powder Turns“ der Tour, mit vielen kleinen Sprüngen und weichen Landungen. An manchen Stellen versanken wir förmlich im Schnee – unser Grinsen hätte kaum breiter sein können.

Schliesslich packten wir unsere Sachen in der Jurte zusammen und machten uns bereit für die letzte Abfahrt ins Tal. Baldy Knoll hat uns den besten Start ins neue Jahr beschert, den wir uns hätten vorstellen können.

Abrie Brutsche

Abrie Brutsche

„Draussen zu sein beruhigt mich, gibt mir Energie und hebt die Laune.“

Abrie ist zu Hause in den Bergen von Colorado – ob kletternd, mit dem Mountainbike oder auf Skiern. Trotz Krankenschwester-Ausbildung: Zeit zum Draussensein, Kochen, für Familie und Hund bleibt immer. Mit Jack Wolfskin war sie u. a. in Island und Südafrika.

Ähnliche Beiträge

14.07.2015

Jack Wolfskin erreicht Top-Platzierungen beim "B2RUN – Deutsche Firmenlaufmeisterschaft" in Frankfurt am Main

Insgesamt 31 Läuferinnen und Läufer vertraten, am 07.07.2015, Jack Wolfskin beim „B2RUN“ in der Commerzbank-Arena. Der … weiter lesen

10.11.2014

Absolventenkongress 2014

Am 26. November ist es wieder soweit. Dann startet an 2 Tagen der Absolventenkongress auf der Messe Köln, Deutschlands … weiter lesen

27.10.2014

Wir bei Jack Wolfskin: Fabienne

Welche Möglichkeiten bietet Jack Wolfskin für Auszubildende? Fabienne macht eine Ausbildung zur Kauffrau für … weiter lesen