Skitouren in den Abruzzen – La dolce vita in bella Italia

13.05.2015

Skitouren in den Abruzzen – La dolce vita in bella Italia

Skitouren rund 100 km nordöstlich von Rom? Das ist ein Gedanke, der einem im Normalfall nicht in den Sinn kommt, wenn man schon im Herzen der Alpen wohnt. Doch immer wieder schwärmten viele meiner Freunde von herrlichen Firntouren, unverspurten Hängen, Sonnenschein und dem italienischen Flair, den das Gebiet rund um die Abruzzen für Skitouren bietet. Deshalb wurde es auch für mich Zeit, diesen Schwärmereien auf den Grund zu gehen.

Nachdem der Süden Italiens im Februar mit reichlich Schnee gesegnet wurde, machten wir uns auf ins Abenteuer. 800 km Autofahrt, „Felicità“ von Al Bano in der Endlosschleife, drei Espresso-Stopps an den Autobahnraststätten und schon befanden wir uns in einem kleinen Bergdorf namens Rocca Calascio knapp 50 km südöstlich von Pescara mitten im Gebiet des Grand Sasso.

Eine Burg für Skitourengeher

Schon unsere Unterkunft war wirklich ein einmaliges Erlebnis: Wie Burgfräuleins und Burgherren wohnten wir im Rifugio della Rocca, eine alte Burgruine, die Schritt für Schritt renoviert wird. Die Zimmer befinden sich in den alten Burggebäuden und haben teilweise noch einen offenen Kamin im Zimmer. Das Rifugio liegt hoch über dem Talkessel und die Lage bietet herrliche Ausblicke über die ganze Region.

Alles für das Bergsteigerherz

Die Gegend bot alles, was das Bergsteigerherz höher schlagen lässt: ein perfektes Skigelände mit schönen Hängen rund um den Monte Cristo oder Monte Bolza im Gebiet des Campo Imperatore, genauso wie steile Rinnen und ausgesetzte Grate am Corno Grande oder am Monte Camicia.

Aufgrund der starken Schneefälle waren einige Passstrassen noch nicht geräumt, sodass unsere Tourenauswahl etwas eingeschränkt war. Doch es liess sich dennoch immer etwas Passendes finden: Pulverschnee in den Nordhängen oder traumhafte Firnverhältnisse in Süd- und Ost-Exposition.

La dolce vita auf und nach der Tour

Nach der Tour ging es ab in die nächste italienische Bar zu Espresso, Bier oder Aperol. Zum Abendessen dann ein köstliches Vier-Gänge-Menü zur Stärkung für den nächsten Tag. Nach drei Tagen in Rocca Calascio fuhren wir noch ein Stück weiter südlich in das Gebiet des Majella Nationalparks. Auch hier boten sich traumhafte Hänge in allen Expositionen als perfekter Spielplatz für Skitourengeher. Wir zogen unsere Spuren über offene Hänge und durch lichte Wälder und genossen unser „La Dolce Vita“ in vollen Zügen.

So komisch es auch klingen mag, im Winter in Richtung Rom zu fahren: wir waren sicher nicht das letzte mal im Süden Italiens zum Skitouren. Ciao Bella Italia!

Lukas Rinnhofer

Lukas Rinnhofer

„Mein Ziel ist es, den Menschen die Schönheit der Natur zu vermitteln und Begeisterung für die Vielfalt, die uns umgibt, zu wecken.“

Seine Wohnung ist nur Schlafplatz und Materiallager. Als Biologe, Naturpark-Ranger und Bergführer arbeitet Lukas fast jeden Tag draussen. Seine Freizeit verbringt er in den Bergen, auf Ski oder dem Rad.

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