Korsika – Das Juwel unter den Mittelmeerinseln

05.06.2015

Korsika – Das Juwel unter den Mittelmeerinseln

Endlich ist es soweit: Der Frühling ist da und mit ihm die neue Kajak-Saison. Es wird auch Zeit, nachdem ich die letzten Wochen immer wieder sehnsüchtig mein eingestaubtes Kajak im Keller besucht habe. Jetzt geht es zusammen mit Freunden ins Kajak-Eldorado Korsika. Die Schneemengen in den Bergen der französischen Insel versprechen viel Wasser in den sonst eher trockenen Bächen.

Die Überfahrt mit der Nachtfähre startet in Livorno. Als ich am nächsten Morgen den ersten Zipfel Korsikas am Horizont entdecke, beginnt für mich der Urlaub. Nach dem Anlegen fahren wir in die Berge im Inselinneren, wo am Capu Tafunatu der Fluss Golo entspringt. Schon am Nachmittag stehen wir mit unseren Booten am Einstieg des Golo. Sein glasklares Wasser schimmert im Sonnenlicht und ich kann mein Glück kaum fassen. Ich freue mich, endlich wieder draussen unterwegs zu sein. Der Wasserstand des Golo ist ideal und nach einem entspannten Run zum Einpaddeln gibt es am Ausstieg das erste Lagerfeuer der Saison. Ein Freund hat die Gitarre dabei, so wird es ein perfekter Abend.

Wasser satt

Am nächsten Morgen wecken uns die Vögel, die ersten Sonnenstrahlen blitzen durch die Blätter und von meinem „Bett“ aus kann ich die Natur beim Erwachen beobachten. Der Tag beginnt mit einem ausgedehnten Frühstück und dank der warmen Nächte und der Schneeschmelze haben wir eine schier endlose Auswahl an Flüssen. Das ist auf Korsika nicht selbstverständlich. Denn hat es im Winter zu wenig geschneit oder sind die Nächte zu kalt, kann man in den Flüssen wandern.In diesem Jahr ist das zum Glück anders! Überall gibt es genug Wasser und so machen wir uns auf den Weg zum nächsten Fluss, dem Asco.

Wildes Paddelparadies

Dieser Fluss gilt als einer der schönsten Korsikas und entspringt an der Nordwestflanke des Monte Cinto, dem höchsten Berg der Insel. Der Fluss hat sich tief ins Gestein eingeschnitten und bietet uns aus dem Boot heraus eine atemberaubende Perspektive auf die wildzerklüftete Granitschlucht. Wir entscheiden uns, auch weil es erst der zweite Run der Saison ist, für den oberen Asco, einen mittelschweren Abschnitt im III. bis IV. Schwierigkeitsgrad. Am Anfang können wir noch entspannt um die Steine zirkeln, bevor es dann über viele Stufen in die Granitschlucht Gorges de l’Asco geht. Nur kurz müssen wir die Boote verlassen und einen Felssturz umtragen, der uns die Fahrt versperrt.

Leben wie Gott auf Korsika

Müde und hungrig verlassen wir am Ende des Tages die Schlucht und das klare Wasser des Asco, um uns im nächsten Laden mit Lonzu (korsische getrocknete Fleischspezialität), Käse und dem legendären korsischen Pietra-Bier einzudecken.An den folgenden Tagen bleiben die idealen Bedingungen: immer genug Sonne und Wasser.

Etliche Flüsse, Lagerfeuer und Pietras später müssen wir leider den Weg aufs Festland antreten und uns von der Insel verabschieden. Doch eins ist sicher: Wir werden wiederkommen!

Susanne Spölmink

Susanne Spölmink

„Es ist ein Wahnsinns-Gefühl sich auf dem Wasser fortzubewegen und dabei die Natur aus einem anderen Blickwinkel zu sehen."

Die gebürtige Bonnerin ist praktisch im Kajak aufgewachsen und hat bereits die halbe Welt mit dem Boot bereist. Heute ist das ehemalige Kanu-Nationalteam-Mitglied am liebsten im Wildwasser unterwegs.

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