Vier Tage im Schwarzwald: Besinnung auf die einfachen Dinge im Leben!

03.07.2015

Vier Tage im Schwarzwald: Besinnung auf die einfachen Dinge im Leben!

Als Dozent der Uni Konstanz habe ich mit meinen Studenten ein ganz besonderes Seminar veranstaltet: Ziel dabei war es, die Einfachheit des Moments und die Schönheit der Natur zu erleben. Also hieß es raus aus dem Seminarraum und rein in den nahegelegenen Schwarzwald. Vier Tage draussen schlafen, über dem offenen Feuer kochen, fernab der Ortschaften mit Karte und Kompass durch den Wald streifen – und dabei am besten keine Spuren hinterlassen …

Start unserer Tour war im baden-württembergischen Forbach im Murgtal (Nord-Schwarzwald). Das Wetter spielte anfangs nicht mit; keine Spur von Sternenhimmel und Morgensonne! Dazu kamen die schweren Rucksäcke, die trotz der Reduzierung auf das Nötigste vollgepackt waren: Kleidung für verschiedene Wettersituationen, warme Schlafsäcke für die eisigen Nächte und Proviant für vier Tage. Zum Ausgleich gab es intensive Gespräche, die das Gewicht am Rücken schnell vergessen machten. Unermüdlich trugen uns die Beine an der Schwarzenbachtalsperre (bei Forbach) entlang, auf den Schliffkopf hinauf und wieder hinunter bis zum Wilden See (bei Baiersbronn). Die langen Wanderungen durch die sanften Anhöhen und Kulturlandschaften, Hochmoore und schroff zerklüftete Täler bescherten uns einmalige Naturerlebnisse und zeigten uns, wie nah und erlebbar die Natur vor der eigenen Haustür ist.

Ohne Feuer gibt’s keine Mahlzeit

Besonders die Nächte in den eigens errichteten Nachtlagern unter freiem Himmel sorgten für intensive Outdoor-Momente. Das Vorbereiten von Mahlzeiten wurde dabei zur zeitaufwändigen Beschäftigung. Für die Tasse Tee oder den Haferbrei in der Früh mussten wir ein Feuer entzünden – auch bei Nieselregen. (Dafür gibt es offizielle Feuerstellen, die entsprechend vorbereitet und gesichert sind, um die Umwelt und Tiere nicht zu gefährden.) Doch gerade solche Momente blieben uns als etwas ganz besonders Schönes und Wertvolles im Gedächtnis. Anschließend packten wir die nassen Sachen und stapften wieder los, was belohnt werden sollte. Irgendwann riss der Himmel doch auf und bescherte uns für den Rest des Wegs bis nach Achern freundliches Wetter. Mit einer tollen Aussicht und gestärktem Gemeinschaftsgefühl wurden wir somit zum Abschluss für die Strapazen der letzten Tage mehr als entlohnt.

Das einfache Leben

Diese Tour hat uns gezeigt, wie schnell uns Einfachheit und Natur glücklich machen können. Die Zeit verging wie im Flug: Feuer machen, frühstücken, Lager abbauen, Wandern, Lager aufbauen, Feuer machen, schlafen, Feuer machen, frühstücken, … So einfach kann das Leben sein – und letztendlich war es für uns alle ein wunderschönes Abenteuer. Als wir schließlich wieder zu Hause waren, konnten wir die Selbstverständlichkeiten des Alltags, wie das Dach über dem Kopf, die Zentralheizung, den Herd und die warme Dusche, wieder richtig schätzen.

Olav Schmitt

Olav Schmitt

„Hauptsache draussen!“

Nicht nur in der Freizeit auf dem Rad, beim Klettern und Bouldern, beim Langlaufen oder auf Skitour, sondern auch bei der Arbeit ist Olav meist draussen: als Ausbilder, Klettertrainer und Erlebnispädagoge. Da sind die Tage am Schreibtisch der TU-München eine willkommene Abwechslung.

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