Jack Wolfskin tritt dem “Zero Discharge of Hazardous Chemicals” Programm bei

18.09.2012

Jack Wolfskin tritt dem “Zero Discharge of Hazardous Chemicals” Programm bei

Der Idsteiner Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin hat als erstes Unternehmen der Branche seinen Beitritt zum „Zero Discharge of Hazardous Chemicals“ Programm erklärt. Der dazu entwickelte Fahrplan (Joint Roadmap) greift unter anderem die Detox-Kampagne von Greenpeace auf.

  • Jack Wolfskin erstes Outdoor-Unternehmen in der ZDHC

Im Rahmen der Joint Roadmap to Zero Discharge of Hazardous Chemicals (ZDHC) verpflichten sich bislang einige der weltweit grössten Textilunternehmen. Das Ziel ist bis zum Jahr 2020 auf die Umsetzung der in der Joint Roadmap vereinbarten Meilensteine hinzuarbeiten. Dies gilt nicht nur für das Endprodukt, sondern den kompletten Produktionsprozess. Die Mitglieder der ZDHC werden ihren Fortschritt in Bezug auf die Joint Roadmap im Jahr 2012 quartalsweise dokumentieren; in den Jahren von 2013 bis 2020 jährlich.

„Für die Outdoor-Industrie ist das Ziel der Joint Roadmap to Zero Discharge of Hazardous Chemicals extrem anspruchsvoll“, sagt Christian Brandt, COO von Jack Wolfskin. „Die Branche ist im gesamten Textilmarkt klein, auf Unternehmensseite mittelständisch und in der Produktion sehr arbeitsteilig geprägt. Nur im Rahmen einer Initiative wie der ZDHC mit vielen grossen Playern können wir das Ziel der Joint Roadmap erreichen.“

Jack Wolfskin reguliert seit mehreren Jahren in einer firmenspezifischen Schadstoffliste Grenzwerte für Chemikalien, die meistens strenger als gesetzliche Regelungen oder Branchenstandards sind. Schon lange vor dem OEKO-TEX® Standard 100 hat Jack Wolfskin zum Beispiel die Verwendung von PFOA reguliert, wobei sich die Zielsetzung an der strengen Vorgabe des bluesign® Standards orientiert. Der Substitutionsprozess von PFOA wird im Jahr 2014 erfolgreich abgeschlossen sein.

Das ehrgeizige Ziel „Zero Discharge“ kann nur gemeinsam durch Industrie, Aufsichtsbehörden und Stakeholder umgesetzt werden. Die gesamte Lieferkette mit allen Vorstufen muss sich an diesem Ziel orientieren und darauf hinarbeiten. Die „Joint Roadmap“ ist dafür der geeignete Weg.